Schloss des Monats - AUGUST -

Der Monat August steht im Zeichen von Schloss Schönfeld bei Großenhain.

Lassen Sie sich verzaubern und besuchen Sie eine der berühmten Zaubershows im Schloss Schönfeld! Oder gehen Sie einfach "nur" mal auf Entdeckungsreise! Hören Sie zum Beispiel eine rührende Spukgeschichte! Erfahren Sie mehr über Mauern, die eine Elle dick sind! Wagen Sie einen grandiosen Rundumblick vom Schlossturm! Lernen Sie etwas über Architektur des 19. Jahrhunderts. Erleben Sie eine Führung mit weiteren Details zur wechselvollen Geschichte des Schlosses und seiner Besitzer! Begeistern Sie sich an schönen Holzdecken, Wandvertäfelungen und Geländern. Verirren Sie sich aber nicht in den zahlreichen Gängen oder Zimmern! Oder genießen Sie einfach nur das Grün und die Ruhe im Schlosspark!

Historischer Abriss:
Ansicht des Neuen Theils von Westen
Im ehem. Gewürzzimmer finden Zaubershows statt.
Überdachter Verbindungsgang zum kleinen Turm am Wirtschaftsflügel
Balkon am Neuen Theil
Prunkvolle Tür im Herrenzimmer
Blick vom Schlossturm nach Süden über das Hauptgebäude

1216

Erste urkundliche Erwähnung von Schönfeld: ein Herr "Tammo de Sconevelt" wird als Zeuge bei der Übertragung des Dorfes und der Kirche Zadel durch den Markgrafen Dietrich an das Kloster Altzella (bei Nossen) genannt.
Im Bereich des großen Turms entsteht eine Wasserburg zum Schutze der Hohen Straße (Handelsstraße), welche heute als "Fürstenstraße der Wettiner" immer noch direkt vor dem Schloss entlangführt.

1421

  Die Herrschaft des namensgebenden Geschlechtes auf Schönfeld erlischt. Es folgen die Familien "von Maltitz" und "von Miltitz" als Lehensträger.
Erstmals ist in dieser Zeit Schönfeld als Sitz zweier Herren ("Neuen Theils" und "Alten Theils") beurkundet.

1455

  Die Herrschaften "von der Sahla" werden mit Schloss Schönfeld sowie den dazugehörigen Dörfern belehnt.
1560-1590   Die Schlossanlage entsteht in den Formen der sächsischen Renaissance.

1765

  Der Churfürstlich-Sächsische Kammerherr Carl Friedrich von Erdmannsdorff vermählt sich mit Charlotta Sophia von der Sahla. Damit wird die Familie von Erdmannsdorff für mehrere Generationen Erb-, Lehns- und Gerichtsherr von Schönfeld.

um 1768

  Teilverfüllung der Wassergräben (aus den drei Kellern werden zwei)

um 1815

  Abriss von drei Türmen und der zwei Zugbrücken des Schlosses

um 1860

  Vereinigung von Schönfeld alten und neuen Theils zu einem Rittergut

1864-1882

  Verpachtung des Rittergutes an geschäftstüchtige Leute

1874

  Verkauf des 340 ha großen Waldes von der Dammmühle bis Zschorna (Kienheide) an den Staat

1882

  Karl Friedrich August Max Dathe, Freiherr von Burgk, erhält Schloss und Rittergut Schönfeld von seinem Vater als Hochzeitsgeschenk.

1882-1884

  Umbau des Schlosses im Neorenaissancestil unter der Leitung von Architekt Gotthilf Ludwig Möckel

ab 1883

  Ausbau der Wirtschaftsgebäude und des Inspektorhauses im Rittergutsgelände

1889-1893

  Anlage des 6,4 ha großen Schlossparkes im englischen Naturparkstil durch Max Bertram

1900/1901

  Errichtung einer Reithalle

nach 1945

  Das Schloss gelangt in den Besitz der Gemeinde und wird zeitweise sogar als Schule genutzt

seit den 1990er Jahren

  Umfassende Sanierungsarbeiten finden statt, größtenteils engagieren sich viele Ortsansässige und Begeisterte ehrenamtlich. Die Schlossverwaltung ist auf Spenden angewiesen.
Wappenverziehrung Gesicht am Säulensockel im Eingangsbereich Herrenzimmer Knarrtreppe Toreinfahrt an der Fürstenstraße der Wettiner Holzdecke mit Leuchter Puttenfresko an einer Säule im Eingangsbereich
In den Jahren nach 1889 wurde unter Leitung des "Königlichen Gartenbaudirektors" Max Bertram der Schönfelder Schlosspark angelegt. Es gelang ihm, die sehr ungünstig zugeschnittene Fläche zu einer abwechslungsreichen räumlich differenzierten Parkanlage zu gestalten. Er repräsentierte hier das Ideal des bürgerlichen Naturverständnisses. Ein Ausdruck hierfür ist die Einführung fremdländischer Pflanzen aus aller Welt.
Willi Lange gehörte zu einer neuen Generation von Gartenkünstlern. Die großen Leistungen Bertram's würdigend, nimmt er später verjüngende Veränderungen vor.
Impression aus dem Park

Das Ende des 2. Weltkrieges brachte auch Veränderungen für die Parkanlage mit sich. Nach Enteignung des bisherigen Besitzers ging das Schloss und der Park in Volkseigentum über. Einige Jahre verwaltete der Forst das Gelände, bis dann schließlich die Gemeinde neuer Eigentümer wurde. Nicht ausreichende Pflegemaßnahmen führten jedoch leider dazu, dass der Park immer mehr verwilderte. Durch einen behutsamen Eingriff werden die ehemaligen Raumstrukturen und Blickbeziehungen inzwischen aber wieder hergestellt. Auch die von Bertram geschaffenen Wege wurden wieder angelegt.

In dem 6,7 ha großen Areal finden wir heute etwa 50 verschiedene Laub- und Nadelgehölze, Rhododendrenbestände, Straußfarne und zahlreiche Frühjahrsblüher. Anfang der 1990er Jahre wurde eine Oberflächenregulierung durchgeführt, denn die Versandung aller drei Teiche und Wasserläufe hatte im Park zu einem ökologischen Kollaps geführt. Der Verbleib und die Neuansiedlung von verschiedenen Tierarten beweisen inzwischen jedoch, dass notwendige Veränderungen im Einklang mit der Natur weiterhin durchgeführt werden können.

Wandvertäfelung Wendeltreppe Verziehrung an einem Geländer Deckengemälde Aufstieg zum Schlossturm Türschnitzerei zur Spukgeschichte Baumeister Möckel
   

Aktuelle Veranstaltungen im August:

  • Mixed Magic - Do, 26.08.04, 20:00 Uhr
  • Die wilden Schloss-Wyber - 27.08.04, 19:30 Uhr

Weitere Informationen:

Lage: An der A13-Autobahn-Abfahrt Thiendorf abfahren und dann in Richtung Großenhain

Weitere Ziele in der Umgebung: Großenhain, Riesa, Torgau

Lageskizze
Türbogen zu den GemächernTürbogen zum Wirtschaftsbereich

Quelle: Flyer der Schlossverwaltung sowie div. Informationstafeln
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zuletzt aktualisiert: November 2004